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Private Wetterstation Zwickau |
Orkantief Kyrill 18./19.01.07 |
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Orkantief *Kyrill* am 18./19. Januar 2007 |
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Genau eine Woche nach Sturmtief Franz sorgte Orkantief Kyrill am 18. Januar und in der Nacht zum 19. Januar für extrem hohe Windgeschwindigkeiten in Deutschland und unserer Region, wie sie zuletzt vor etwas mehr als 7 Jahren, am 26. Dezember 1999 bei Orkantief Lothar aufgetreten sind. Unterschied zu Orkan Lothar waren jedoch die langanhaltend hohen Windgeschwindigkeiten über weiten Teilen Deutschlands.
Durch Orkan Kyrill kamen in Deutschland 11 Menschen zu tode und es gab zahlreiche Verletzte, europaweit gab es 40 Todesopfer. Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft schätzt die aufgetretenen Schäden auf eine Milliarde Euro. Zahlreiche Straßen waren durch umgestürzte Bäume gesperrt, die Deutsche Bahn stellte am Abend sogar den kompletten Schienenverkehr ein, mehrere Flughäfen waren gesperrt, Hunderttausende waren ohne Strom, Dächer wurden abgedeckt oder durch umstürzende Bäume beschädigt. Auf den Autobahnen wurden die Höchsgeschwindigkeiten herabgesetzt, zahlreiche LKW kippten durch den Orkan um und sorgten für zahlreiche Staus, tlw. wurden wegen des Orkans ganze Autobahnabschnitte vorübergehend gesperrt. Verheerende Schäden gab es bundesweit an den Waldbeständen, in fast allen Mittelgebirgen traten durch *Kyrill* erhebliche Schäden auf. Enorme Schäden gab es z.B. im Sauerland wo ganze Wälder durch die Urgewalt des Orkans plattgewalzt wurden. Auch im Erzgebirge und im Vogtland gab es erhebliche Forstschäden. Laut Freie Presse gab es allein im Forstbezirk Eibenstock eine Schadholzmenge von ~ 150.000 Kubikmeter, ähnliche große Schäden gab es in den Regionen um Carslfeld, Wildenthal und Johanngeorgenstadt.
*Kyrill* entwickelte sich am 16. Januar an der Ostküste der USA, hier ein Bericht dazu. Am 18. Januar 12 Uhr lag das Zentrum des Tiefs nordwestlich der Britischen Inseln mit einem Kerndruck von etwas unter 960 hPa Auf der 36 Stunden Vorhersagekarte des Deutschen Wetterdienstes ist die Lage von *Kyrill* zum Termin zu sehen.
Die Luftdruckdifferenz zwischen Orkantief Kyrill und zwei Hochdruckgebieten über der Iberischen Halbinsel und Südfrankreich, sowie dem Hochdruckgebiet *Adelgund* über Griechenland, lag zwischenzeitlich über 50 hPa zwischen Dänischer Grenze und den Alpen, und bei gut 36 hPa zum Erzgebirge. Diese enorme Drängung der Isobaren sorgte für die hohen und anhaltenden Windgschwindigkeiten über Mitteleuropa und auch in unserer Region. Durch die südlichere Zugbahn des Tiefs, im Vergleich zu Franz in der Vorwoche bei dem vornehmlich der Norden Deutschlands betroffen war, traten die höchsten Windgeschwindigkeiten in einem breiten Streifen quer über Deutschland auf.
Nachfolgend Meldungen bzw. Artikel aus der Freien Presse zu den Schäden, welche *Kyrill* in unserer Region verursachte
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